Die Holländische Ulmenkrankheit

Erstmals registriert wurde die Ulmenkrankheit 1919 im holländischen Wageningen: Ulmen warfen plötzlich ihr Laub ab und gingen nach wenigen Wochen ein. Ursache ist der Schlauchpilz Ophiostoma ulmi und später der noch aggressivere Pilz Ophiostoma novo-ulmi. Die Pilzsporen werden durch den Ulmensplintkäfer verbreitet. Sie dringen in das wasserführende System der Bäume ein und verstopfen die Wasserzufuhr. In der Folge vertrocknet die Baumkrone.

Für die europäische Kulturlandschaft hatte die Ulmenkrankheit katastrophale Konsequenzen: Es wurden Millionen Bäume zerstört! Dabei ist die Ulme ein einzigartiger Baum, dessen Kulturgeschichte bis in die Antike reicht. Sie wurde wegen ihres wertvollen Holzes geschätzt und waren jahrhundertelang ein beliebter Allee- und Parkbaum. Die Ulme wächst bis zu 35 Meter hoch und kann mehrere hundert Jahre alt werden. So schätzte man die "Effe von Hahnheim" (Rheinhessen) auf 700 bis 900 Jahre – bis sie 1978 von der holländischen Ulmenkrankeit befallen wurde.

Der Kampf gegen die Ulmenkrankheit dauerte jahrelang, bis 1958 Prof. E. B. Smalley von der Madison University in Wisconsin/USA aus asiatischen, europäischen und amerikanischen Ulmenarten widerstandsfähige Sorten züchtete. In der Zeit des stärksten Saftstroms infizierte er die Bäume künstlich mit dem Pilz und beobachtete dabei ihre Widerstandsfähigkeit. So filterte er hochresistente Sorten heraus, die auch für den Anbau in Europa geeignet sind und unter dem Markennamen RESISTA® von wenigen europäischen Fachbetrieben vertrieben werden.

"RESISTA® Ulmen sind nicht immun gegen den Schlauchpilz – aber sie überstehen die Holländische Ulmenkrankheit wie einen Schnupfen", erklärt Mark Schneekloth, Geschäftsführer Clasen & Co. "Im Jahr nach der Infektion sind keine Spuren mehr zu erkennen. Unsere RESISTA® Ulmen sind extrem resistent und anpassungsfähig und eignen sich deshalb ideal als Straßen- und Parkbaum."